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Taubenplage?

TAUBENPLAGE?

Eliminieren von 2.000 Tauben in Castellón

Bisher sind, dank unserer Intervention, seitens der Stadtverwaltung keine der beabsichtigten Tötungsmaßnahmen eingeleitet worden. Allerdings gibt es zur Zeit auch kein Signal dem Vorschlag zu folgen, durch die Einrichtung von Taubenschlägen und Gelegeaustausch verträgliche Maßnahmen zu treffen.


 

Mail an Stadtrat in Castellón
07. Januar 2005

info@ayuncas.es; grupopopular@ayuncas.es; bloc@ayuncas.es

Sehr geehrte Herren,
mir ist die Absicht Ihrer Stadtverwaltung bekannt geworden, ein Projekt zur Reduzierung des Taubenbestandes, um die Hälfte im Stadtgebiet von Castellón zu verwirklichen. Ihre Methoden - die Verwendung der Tauben als Futter für Greifvögel und ihre Tötung.
Ich bin mit Ihren Methoden in der Überzeugung der Unnötigkeit absolut nicht einverstanden und es existieren Programme, die wesentlich humaner und fortschrittlicher Ihrer Absicht entsprechen können.
Ich denke, die Repräsentanten der Bevölkerung sollten ein vorbildliches Beispiel geben und nicht ein angenommenes Problem der Überbevölkerung einfach durch Töten lösen. Sie sollten wissen, Letzteres löst nicht das Problem nachhaltig sondern lediglich jeweils nachträglich.
Ich habe den Wunsch, dass Sie Ihr Vorhaben noch einmal überdenken und das Projekt nicht wie jetzt vorgesehen fortführen.
Mit freundlichen Grüßen


 
 

Antwortmail von Stadtrat in Castellón mit Kommentar ASPAC
08. Januar 2005


Señora…
Ich schätze Ihre Offenheit und werde Ihnen in gleicher Weise antworten.
Wie ich aus ihrem Schreiben entnehme, befürchte ich, dass Sie das Projekt welches wir präsentiert haben nicht genau kennen. Die Realität ist einfach. Der technische Service, unterstützt durch eine Gruppe hiesiger Vogelkundler und der Ämter fangen eine Menge nicht über 25% des Taubenbestandes der Stadt ein.

Kommentar ASPAC: Die Zeitungsartikel sind klar. Man spricht von einer Bevölkerung von 4.000 Tauben (das hat auch der verantwortliche Vogelkundler heute Morgen im Radio gesagt) und möchte etwa 2.000 einfangen. Das sind nicht 25% sondern 50%.

Der veterinärärztliche Dienst bewertet das.

Kommentar ASPAC: Das ist eines der größten Probleme, die wir sehen. Immer spricht man vom veterinärmedizinischen Dienst und da muss man hinzufügen, DIE STADTVERWALTUNG HAT DIESEN DIENST NICHT. Deshalb haben wir darum gebeten, dass man die Tierärzte nennt und präsentiert, die sich dieses Projektes annehmen. Ein Vogelkundler hat nicht die Eignung zu entscheiden, welche Tauben gesund und welche krank sind. Außerdem muss erklärt werden welche Krankheiten bestimmen, welche Tauben getötet werden. Krankheiten gibt es viele und man hat zu erklären wegen welcher getötet wird. Eine lahmende Taube ist keine kranke Taube. Außerdem, wie soll das durchgeführt werden? Um eine Krankheit festzustellen muss eine Analyse gemacht werden und … Wird man Analysen für 2000 Tauben bezahlen? Das scheinen Kosten zu sein, die daran zweifeln lassen bezahlt zu werden!!! Dann, was macht man? DARIN SEHEN WIR EIN GROSSES VAKUUM.

Die gesunden Exemplare werden in die Freiheit in die auswärtigen Taubenschläge im Grenzgebiet entlassen, die der Stadtrat in seinem Gebiet geschaffen hat. Nicht, dass sie als natürliches Futter dienen, wie Sie behaupten, sondern, dass sie in Freiheit leben. Sie werden um Futter konkurrieren müssen und ja, einige werden zur Ernährung anderer Spezies werden. Das ist das ökologische Gleichgewicht, das Weiterleben der Spezies begründet sich darin. Sie wissen das. Es werden jene Individuen getötet, die gesundheitlich nicht lebensfähig sind.

Kommentar ASPAC: Was ich vorher sagte... Welche Analysen? Welche Krankheiten? Welcher Tierarzt? Wo? Wie? Es ist nicht so wie Enric in der Mail sagt…. In nicht einem Moment hat man das gesagt seit alles angefangen hat.

Die Kolonie der Tauben in der Stadt hat schwere Probleme mit Parasiten und anderen Krankheiten so und wie wir durch unsere im vergangenen Jahr durchgeführten Arbeiten bestätigen können. Wenn diese frei gelassen würden, könnten sie die Gesundheit anderer Spezies schädigen. Die Tauben sind keine Tiere der Stadt, sie sind eine zugewanderte Spezies. Ihre Einführung liegt nicht seit sehr vielen Jahren zurück. Konkurrieren (und gewinnen) mit Spezies der Gegend.

Ihr Zyklus der Fortpflanzung hat sich gesteigert und sie vermehren sich doppelt gegenüber denen in Freiheit, weil die Leute sie füttern als wären sie auf einem Bauernhof. Das ist nicht natürlich. Das betrifft nicht nur die Probleme der Ästhetik oder des Eigentums (ihre Exkremente kosten uns viel öffentliches Geld, um sie von den Fassaden zu beseitigen), es betrifft die Wiederherstellung des durch die Hand von Personen zerstörten ökologischen Gleichgewichts. Als Stadtrat für Gesundheit ist der Schutz von Tieren in meiner Zuständigkeit und ich kann Ihnen versichern, dass ich an meine Arbeit glaube. Seit ich die Verantwortung übernommen habe, habe ich immer versucht, ASPAC, dem Tierschutzverein unserer Stadt, die Hand zu reichen. Offenbar haben wir unterschiedliche Auffassungen über einige Sachen aber immer war ich für Ihre Zusammenarbeit dankbar was mir die Verbesserung der Angelegenheiten in Sachen Schutz und Recht der Tiere in Castellón erlaubte. Und nur wir haben gerade angefangen.
Nicht ich, auch nicht die Kommune insgesamt, haben den Willen eine Spezies auszurotten, nicht die Romantik zu zerstören, Tauben zu füttern. Alles, einfach, nach den Technikern und Gruppen der Vogelkundler, die Situation der Kolonie ist gesundheitlich unhaltbar und betrifft andere Spezies.

Kommentar ASPAC: Diese Gesichtspunkte scheinen mir alle übertrieben. Es existieren keine Ansteckungen von Tauben auf Personen in Castellón und wenn das sein sollte könnte man das an den Fingern einer Hand abzählen. Einige Hunde könnten sich angesteckt haben… so meine Hündin Lía, erkrankt durch Übertragung von Geflügel, aber hat Behandlung und Heilung. Das sind zählbare Vorkommen, es existiert nicht eine Plage, nicht eine Gefahr der Ansteckung von Menschen, um so extreme Maßnahmen zu ergreifen.

Vor allem, es muss gehandelt werden. Deshalb verbieten wir das Füttern, und das ist wahr, formal seit dem Jahr 2002. Letztlich deuten Sie auf andere Methoden hin. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mich die wissen ließen. Sie sollen wissen, dass wir vor der Entscheidung für das Vorhaben in dieser Woche, auch andere bewertet haben. Auch die Möglichkeit der Verteilung von mit empfängnisverhütenden Mitteln behandelten Futters um die Eiablage zu regulieren was prinzipiell meine persönliche Absicht war. Das Problem dieser Methode ist, dass es nicht zwischen den Spezies unterscheidet und jeder andere Vogel kann sich davon ernähren und damit abartige Effekte in der Bevölkerung der anderen Spezies hervorrufen.

Kommentar ASPAC: So liegt das Problem nicht. Das Projekt, welches wir präsentiert hatten, ERKLÄRT DAS GANZ KLAR. Das Futter hat eine spezielle Größe für Tauben, aber in jedem Fall, dieses Problem würde bestehen, wenn man das Futter auf allen Plätzen auf dem Boden verteilen würde und anderes Geflügel es fressen könnte. Aber das Programm, außerdem die Verteilung des Futters berücksichtigt die Anlage der Taubenschläge an verschiedenen Plätzen der Stadt. Darum, die Tauben können sich umverteilen und unter der Kontrolle der Stadtverwaltung muss die Fütterung dieses Futters bei den Taubenschlägen erfolgen. In den Taubenschlägen leben nur Tauben und das ist so und kontrolliert und unter der Stadtverwaltung muss dort die Fütterung und Kontrolle der Taubenbevölkerung erfolgen. In dieser Form, wenn die Leute wissen, dass die Stadtverwaltung die Fütterung vornimmt, befürchten sie auch nicht, dass die Taben Hunger leiden. Aber das schroffe Verbot, die Tauben zu füttern, ist nicht in Ordnung. Die Tauben sind daran gewöhnt, gefüttert zu werden… was macht man aber nun?
Eine andere wichtige Sache, die SEHR ZU BEACHTEN ist. Man sagt, dass man 2000 Tauben einfangen wird (darum, wenn es 4000 sind, werden die anderen 2000 in Castellón bleiben) und die Tauben die die tierärztliche Kontrolle passieren, werden in die auswärtigen Taubenschläge im Grenzgebiet für Greifvögel verbracht. Gut, nun aber, die tierärztliche Kontrolle erstreckt sich nicht auf die Tauben, die in Castellón verbleiben… deshalb erfolgt das Einfangen nicht wegen der Gesundheit der Bevölkerung von Castellón sondern damit sich die Greifvögel nicht infizieren, wenn sie sie fressen.

Stets zu Ihrer Verfügung
Enric Nomdedéu
Stadtrat für Gesundheit